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20 JAHRE ENGAGEMENT FÜR BEDROHTE ARTEN UND IHRE LEBENSRÄUME Regina Frey, 1973, im ersten Orang-Utan-Rehabilitations-Zentrum in Bukit Lawang Full view

20 JAHRE ENGAGEMENT FÜR BEDROHTE ARTEN UND IHRE LEBENSRÄUME

Am letzten August Wochenende feierte die Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum! Seit 1996 setzt sich PanEco in der Schweiz und in Indonesien für Natur- und Artenschutz sowie Umweltbildung ein. Grund genug, Sie auf eine Zeitreise mitzunehmen: Welche Entwicklung hat unsere Stiftung bis heute durchlaufen?

Die Stiftungsgeschichte ist eng verbunden mit der Gründerin Regina Frey. Die Schweizerin engagiert sich seit 1973 für den Erhalt des Regenwalds und der Sumatra-Orang-Utans in Indonesien. Die Biologin setzte ihr Engagement in der Schweiz fort und gründete 1996 die Stiftung PanEco. Unter dem Dach der Stiftung entstand auf Sumatra das Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP – ein Gemeinschaftsprojekt von PanEco, der indonesischen Regierung und PanEco‘s Partnerstiftung YEL. Parallel initiierte PanEco im Zürcher Weinland das Umweltbildungszentrum NeulandWeinland, welches 2011 in das Naturzentrum Thurauen in Flaach überging. Mit der 2008 in die Stiftung integrierte Greifvogelstation, setzte sich ausserdem eine Familiengeschichte fort. Veronika von Stockar gründete die Greifvogelstation vor 60 Jahren in Berg am Irchel, nachdem ihr von ihrer Tochter Regina Frey ein verletzter Turmfalke zur Pflege gebracht worden war.

Impressionen des Jubiläumsfests:

Einige Meilensteine in der Stiftungsgeschichte:

Die Gründerin Regina Frey mit einem jungem Orang-Utan

1973: Beginn Regina Freys Engagement in Sumatra
Im Sommer 1973 reisten zwei Schweizer Studienabgängerinnen nach Sumatra um im Auftrag von WWF International ein Orang-Utan-Rehabilitationszentrum aufzubauen. Eine davon war Regina Frey. Diesen Berufseinstieg kann man heute als Startschuss für das – nicht mehr ausschliesslich internationale, sondern heute auch nationale und regionale – Engagement der Stiftung PanEco erachten.
> Film «Orangutan Orphans of the Forest» – Dokumentation der Arbeit von Regina Frey und Monica Borner in den 70er-Jahren

1996: Gründung der Stiftung PanEco in Berg am Irchel
Um die erhöhten Anforderungen zu decken, welche die immer weiter wachsende Stiftungsarbeit mit sich brachte, gründete Regina Frey zusammen mit Gleichgesinnten die Stiftung PanEco. Deren Hauptsitz befindet sich seither im alten Schulhausgebäude im Dorfkern ihres Heimatdorfes Berg am Irchel, im Zürcher Weinland.

1999: Gründung des Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP
Im Sommer 1999 wurde das Orang-Utan-Schutzprogramm mittels der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Indonesischen Amt für Naturschutz gegründet. Diese Vereinbarung beschreibt die gegenseitigen Verpflichtungen und ist Voraussetzung für sämtliche Projekttätigkeit von PanEco im Bereich Orang-Utan- und Regenwaldschutz in Indonesien.

2004: Start Umweltbildungsaktivitäten unter dem Namen NeulandWeinland
Vor zwölf Jahren professionalisierte PanEco ihren Umweltbildungsanspruch in der Schweiz mit der Eröffnung des Umweltbildungszentrums NeulandWeinland. Von da an wurden Kinder und Erwachsene in verschiedenen Kursen, Projekten und Erlebnistagen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur sensibilisiert.

2004/2005: Tsunami – Intensives Engagement und Aufbau eines Spitals in Aceh
Durch die örtliche und emotionale Verbundenheit mit Sumatra, traf PanEco die Tsunami-Katastrophe Ende 2004 schwer. Das PanEco-Team setzte alles in Bewegung um, sowohl vom Hauptsitz aus, als auch vor Ort Hilfe zu organisieren. Dazu gehörte – unter anderem – die Organisation von medizinischen Nothilfeeinsätzen aus der Schweiz sowie der Aufbau eines Spitals in der sumatranischen Provinz Aceh.

Die Gründerin der Greifvogelstation, Veronika von Stockar

2008: Einbindung der Greifvogelstation Berg am Irchel in die Stiftung
Ende 2008 übergab Frau von Stockar, aufgrund ihres hohen Alters, die Leitung der Station der Stiftung PanEco. Die nächsten Jahre standen im Zeichen der Renovierung und des Aufbaus einer noch moderneren Infrastruktur.

2011: Eröffnung des Naturzentrums Thurauen und Restaurant Rübis&Stübis
Der letzte Meilenstein erfolgte vor fünf Jahren. Im Auftrag des Kantons Zürich wurde das Naturzentrum Thurauen gegründet und zusammen mit dem Ausflugsrestaurant Rübis&Stübis eröffnet. Die mit dem Umweltbildungszentrum NeulandWeinland gemachten Erfahrungen flossen bereichernd in die Arbeit des Naturzentrums mit ein. Das «Tor zum grössten Auenschutzgebiet des Schweizer Mittellandes» sensibilisiert heute Gross und Klein für den Schutz des Auenwaldes und begeistert für die lebendigen Thurauen.

Die Feier anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums fand am Samstag des letzten August Wochenendes 2016 statt. Bei heissen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein konnte auf die Stiftung angestossen werden.

> Portrait von Regina Frey in der Andelfinger Zeitung: PDF