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Absichtliche Neststörung hat Anzeige zur Folge Junge Turmfalken in der Greifvogelstation – drei davon aus dem betroffenen Nest. Full view

Absichtliche Neststörung hat Anzeige zur Folge

Man könnte denken, dass die Zeiten, in welchen Greifvögel gejagt oder vertrieben wurden, vorbei seien, doch leider ist dies auch heute immer noch aktuell, wie ein Fall in der Greifvogelstation zeigt. Und das, obwohl es Lösungen gäbe.

Drei Patienten der Greifvogelstation Berg am Irchel sind traurige Zeugen für fehlende Tierliebe: Die jungen Turmfalken wurden in die Station gebracht, nachdem sie flugunfähig ausserhalb ihres Nests aufgefunden wurden. Ein Hausbesitzer hatte sich über die Vögel in seinem Dachgiebel gestört und entschieden, das Nest zuzumauern. Die Jungvögel nahm er dann kurzerhand aus dem Nest und setzte sie, obwohl sie nicht überlebensfähig waren, aus.

Für Andi Lischke, Leiter der Greifvogelstation, ist das völlig unverständlich. Während der Brutzeit ein Nest zu zerstören, sei zynisch. Generell seien Vogelnester Teil des Naturinventars und eine unbewilligte Entfernung auch ausserhalb der Brutzeit strafbar. Da in diesem Fall zudem Vögel zu Schaden gekommen seien, habe er sich entschieden, eine Anzeige gegen den Hausbesitzer einzureichen. Für Personen, die sich von Vögeln gestört fühlten, gebe es genügend vertretbare Lösungen. Zudem bietet die Greifvogelstation Beratung für alle betroffenen Personen an.

Die drei betroffenen Turmfalken konnten erfolgreich aufgepäppelt werden und wurden teilweise schon wieder freigelassen.

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