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DER GRÖSSTE SEINER ART Der am Wochenende vom 22. Juni eingelieferte Uhu entwickelt sich gut. Full view

DER GRÖSSTE SEINER ART

Pro Jahr pflegen wird nur etwa einen Vertreter seiner Art. Deshalb ist der Uhu ein spezieller Patient für die Greifvogelstation Berg am Irchel. Seit Ende Juni ist einer in unserer Pflege.

Im Zürcherischen Hochfelden am Boden gefunden. Schwach, abgemagert, voller Parasiten, mit offenen Wunden und Madenbefall. Es sah nicht rosig aus für den ausgewachsenen Uhu. Zum Glück wurde er gefunden und innerhalb kurzer Zeit zu uns in die Station gebracht. An einem frühen Sonntag Morgen Ende Juni wurde er per Tierrettung ins Tierspital Zürich gebracht. Ganze fünf Tage verbrachte er dort und wurde am 27. Juni wieder zu uns transportiert. Für uns alle erstaunlich, erholt sich der Uhu sehr gut. Zur medizinischen Überprüfung war er anfangs Juli nochmals im Spital. Die nächsten Tage bis Wochen werden wir darauf verwenden, ihn aufzufüttern und ihm Zeit lassen, sein Trauma auskurieren zu können.

Eine Frage drängt sich auf: Was ist wohl mit dem Tier passiert? Wir tippen darauf, dass er einen schlimmen Unfall mit einem Auto hatte. Die vielen oberflächlichen Verletzungen und das Trauma lassen darauf schliessen. Der Parasiten- und Madenbefall sowie auch das Untergewicht ist eine direkte Folge seiner Kollision-bedingte Flugunfähigkeit.

Das Geschlecht des Tiers lässt sich noch nicht zweifelsfrei feststellen. Im Moment ist es immer noch deutlich abgemagert und doch bereits zwei Kilo schwer. Bei den Greifvögel und Eulen sind die Weibchen meist grösser und damit auch schwerer. Schweizweit gilt der Uhu als stark gefährdet. Mit einem Bestand von bloss 200 bis 230 Paaren ist jeder gerettete Uhu ein Beitrag zum Arterhalt.

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