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DIE ERSTEN WALDKAUZKÜKEN SIND DA! Diese zwei Waldkauzküken sind seit einigen Tagen in unserer Pflege. Full view

DIE ERSTEN WALDKAUZKÜKEN SIND DA!

Es ist erst anfangs März und bereits haben wir zwei flauschige, kleine Waldkäuzchen in der Greifvogelstation Berg am Irchel. Erstaunlich früh, wenn man bedenkt, dass in anderen Jahren erst im April oder Mai einige Jungeulen bei uns zur Pflege kamen.

Die beiden Waldkauz-Küken waren erst zwei Wochen alt als sie zu uns gekommen sind. Sie wurden vom Förster gefunden, nachdem der Baum, welcher ihnen ein Zuhause bot, gefällt wurde, da er bereits geknickt war. Die Zwei sind alleine nicht überlebensfähig, sodass sie nun geschützt in der Station aufwachsen dürfen.

Die Geschwister verbringen ihre Zeit eng aneinander gekuschelt in einer Box, welche verdunkelt ist. Die Box bietet ihnen einen Rückzugsort, den sie ähnlich wie ihr dunkles Nest empfinden. Nun werden die Geschwister sorgfältig aufgefüttert und es wird vorerst abgewartet, bis ihr Gefieder genügend dicht ist, damit sie die Box verlassen können. In freier Wildbahn würden die Küken ihre Nisthöhle zur gegebenen Zeit zurücklassen und sich in der Nähe davon unter freiem Himmel aufhalten. Zu diesem Zeitpunkt sind sie jedoch noch stark von ihren Eltern abhängig, da sie nicht fähig sind zu fliegen oder zu jagen. So kommen die Küken später auch bei uns in eine Flugkammer, wo sich zum einen ihr Gefieder weiterhin stärken kann und wo sie zum anderen das Fliegen und schliesslich auch das Jagen lernen können. Erst in ein bis zwei Monaten sind die Waldkäuzchen bereit für eine Wiederauswilderung.

Im letzten Jahr konnte die Greifvogelstation Berg am Irchel 11 Waldkäuze erfolgreich freilassen. Damit ist diese Art die häufigste Eulenart in der Station. In der Schweiz leben 5000–6000 Paare dieser hübschen Eule. Oftmals kommen Waldkauz-Küken aus falscher Vorsicht zu uns, da sie von Spaziergängerinnen und Spaziergänger vom Boden aufgenommen werden. Merken Sie sich: Ein Küken am Boden kann also in vielen Situationen normal sein und die Kleinen bräuchten keine Hilfe.

> Wieso man Waldkäuze nicht zu uns bringen sollte
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