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DIE EULEN MIT DEN SPITZEN OHREN Die namensgebenden «Ohren» sind in Tat und Wahrheit keine hörenden Organe sondern verlängerte Kopffedern. Full view

DIE EULEN MIT DEN SPITZEN OHREN

Ab und an ist eine Vertreterin ihrer Art in der Greifvogelstation Berg am Irchel anzutreffen: Die Waldohreule. Zur Zeit sind gleich zwei davon in Pflege.

Optisch sieht sie dem etwas grösseren Waldkauz auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Die «Ohren» am Kopf und die etwas kleinere Gestalt heben sie jedoch von der weit häufiger vorkommenden Eulenart ab. Die Waldohreule brütet in Bäumen und kommt deshalb häufig in Wäldern und im Kulturland vor. Jedoch ist sie nur schwer zu sehen, denn einerseits ist sie durch ihr Gefieder gut getarnt und anderseits lebt sie eher nachtaktiv.

Der Bestand der Waldohreulen liegt in der Schweiz bei 2000–3000 Paaren. Damit wird sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten des IUCN (Weltnaturschutzunion) als in der Schweiz «potentiell gefährdet» eingestuft. Die gute Nachricht folgt sogleich: gesamteuropäisch und weltweit ist der Bestand auf dem Niveau von «nicht gefährdet» und erholt sich seit mehr als zehn Jahren zunehmend. In der Schweiz erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet von Genf bis an den Bodensee.

In der Greifvogelstation pflegten wir im letzten Jahr «nur» acht dieser Tiere. Dieses Jahr waren es deren vier. Zwei davon sind zur Zeit noch in der Station. Die eine fliegt selbstständig und ist bereits in der Eulenvoliere unterbracht, die letzte Station vor der Auswilderung. Sie ist bereits seit Mai bei uns in Pflege; damals wurde sie mit einer Oberarmfraktur zu uns gebracht. Die andere Patientin wurde uns erst am 21. Oktober gebracht. Ihr rechtes Auge leidet an einem Trauma durch eine Kollision. Wir hoffen, dass das Auge sich erholen kann. Beide Waldohreulen wurden auf dem Flughafen Zürich gefunden.

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