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DIE NEUEN PFLEGEBOXEN Diese alte Pflegebox dient nur noch als Ausstellungsobjekt. Full view

DIE NEUEN PFLEGEBOXEN

«Never change a running system» – Was funktioniert, das ändert man nicht. Aus diesem Grund sehen die Pflegeboxen der Greifvogelstation heute noch fast gleich aus wie vor sechzig Jahren. Einzig das Material und die Helligkeit haben sich seit der Entwicklung der Boxen durch Veronika von Stockar verändert. Im April wurde die neuste und raffinierteste Version der Boxen installiert und die alten Boxen entfernt.

1956 gründete Veronika von Stockar die Greifvogelstation in ihrem eigenen Garten in Berg am Irchel. Für die Pflege der Vögel kreierte und produzierte Frau von Stockar selber die erste Version der Pflegeboxen, die anschliessend fast 60 Jahre im Einsatz war. Es handelte sich dabei um eine Kiste mit einer Kantenlänge von etwa 70 Zentimeter. In der Tür sind Klappen aus trüben Plexiglas eingelassen, sodass ausreichend Licht ins Innere fällt.

Vergangenen Monat wurde die dritte Generation der Pflegeboxen in der Greifvogelstation Berg am Irchel installiert. Am Grundprinzip hat sich kaum was geändert. Dies sieht man auch, wenn man die verschiedenen Boxengenerationen nebeneinander betrachtet.

Der grundlegendste Unterschied der neuen zu den alten Boxen ist das Material. Sie bestehen nun nicht mehr aus Holz, sondern aus einzelnen, steckbaren Wänden aus einem weissen Mineralkunststoff. Dies ist eine wichtige Veränderung, da die neuen Boxen nun viel einfacher zu reinigen sind. Dies ist, besonders in  hektischen Zeiten, eine wichtige Entlastung für die Mitarbeitenden. Ausserdem saugte das Holz den Dreck und die Feuchtigkeit mit der Zeit in sich auf, sodass die Boxen öfters gewechselt werden mussten. Ein weiterer Unterschied zwischen den ältesten und den neusten Boxen ist die Helligkeit im Innern. Während die Fenster der ursprünglichen Pflegeboxen noch fast alles Licht durchliessen, sind die neuen Boxen etwas mehr abgedunkelt, sodass nur noch etwa 60% des Lichts ins Innere dringt. Für den Pflegeerfolg der Greifvögel ist diese Anpassung von grosser Bedeutung, denn Greifvögel verhalten sich viel ruhiger, wenn sie die Pflegenden nicht durch die Fenster der Box sehen können. Für Tiere, die beispielsweise einen Knochenbruch auskurieren müssen, ist es essentiell, dass sie ruhig sitzen und sich nicht zu viel bewegen.

Die Weiterentwicklung der Boxen trägt einen Teil dazu bei,  dass  der Pflegerfolg der Greifvogelstation Berg am Irchel bereits seit längerer Zeit  im Vergleich zu anderen Pflegeeinrichtung hoch ist. Dies ist jedoch auch dem gut ausgebildeten Personal und der Zusammenarbeit mit dem Tierspital Zürich zu verdanken.

An dieser Stelle möchten wir noch auf eine andere infrastrukturelle Erweiterung aufmerksam machen, die den Pflegeerfolg allerdings kaum beeinflussen wird. Seit Mai 2021 ist der Zugang zur Habichtskauzvoliere neu gestaltet. Ein neues Eingangstor weist die Besuchenden den Weg zu der Voliere mit den Zuchttieren.  Von Zivildienstleistenden und Freiwilligen wurde es während Wochen gebaut und anfangs Mai aufgestellt.

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