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DIE PRAKTIKANTIN SAGT «ADIEU» Martina Andres und der Zivildienstleistende Marco Labarile kümmern sich um die Verletzung eines Waldkauzses. Full view

DIE PRAKTIKANTIN SAGT «ADIEU»

Seit Februar ist  Martina Andres eine wertvolle Stütze der Greifvogelstation Berg am Irchel. Die Hauptsaison neigt sich langsam den Ende zu, der Abschied naht. Zum Abschluss berichtet die ausgebildete Biologin über ihre Zeit in der Station.

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Nach meinem Biologiestudium an der Universität Zürich startete ich im Februar dieses Jahres mit meinem Praktikum in der Greifvogelstation. Nebst der Versorgung von kranken und verletzten Greifvögeln, gehörten auch Führungen durch die Station zu meinem Alltag. Am Anfang noch sehr aufgeregt, dann aber mit viel Freude, führte ich Gross und Klein durch die Station, erzählte vom Alltag und der Biologie unserer Patienten. Auch die Besucher waren hellbegeistert, endlich einmal in ihrem Leben einen Greifvogel von Nahem zu sehen. Ich staune heute noch wie die Menschen so fasziniert sind von Tieren, die sie fast jeden Tag draussen sehen können.

Doch nicht nur die Führungen waren ein ganz besonderer Teil meiner Arbeit, sondern auch die unzähligen Freilassungen gesunder Bussarde, Milane und Co. Oft wurde ich gefragt, ob ich nicht traurig über den jeweiligen Abschied bin. Aber einem gesunden Greifvogel beim kraftvollen Abflug in die Freiheit zuschauen zu können, war für mich immer ein wirklich glücklicher Moment und die kleine Belohnung für die harte Arbeit.

Als Biologin interessiere ich mich natürlich nicht nur für den Naturschutz und die Umweltbildung, sondern auch für die medizinische Arbeit in der Greifvogelstation. Hier hatte ich die Gelegenheit, sehr viel über die Biologie und das Verhalten wilder Greifvögel zu lernen, vom Bandagieren eines gebrochenen Flügels bis hin zur Physiotherapie. Das Behandeln kranker und verletzter Wildtiere hatte aber natürlich auch seine Schattenseiten. Nicht immer konnte einem Patienten geholfen werden und manchmal waren sie so schwer verletzt, dass das Einschläfern doch die richtige Wahl war. Zum Glück war das jedoch nur selten der Fall in diesem Jahr, nur zwei von zehn Vögeln mussten auf diese Weise erlöst werden.

Das Praktikum in der Greifvogelstation mit ihren grossen und kleinen Patienten wird mir immer in Erinnerung bleiben als unvergessliche und wertvolle Erfahrung für mich als Biologin.»

Wir danken Martina herzlich für ihr tolles Engagement! Du wirst uns fehlen!

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