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EINE NEUE GENERATION VON NATURSCHÜTZERINNEN UND NATURSCHÜTZERN v.l.n.r.: Lukas, Ronya und Jenny Full view

EINE NEUE GENERATION VON NATURSCHÜTZERINNEN UND NATURSCHÜTZERN

Jenny, Lukas und Ronya haben sich entschieden, ihren Zukunftstag bei uns auf der Greifvogelstation Berg am Irchel zu verbringen. Dort durften sie mit anpacken und lernen, was alles zur Arbeit auf der Station gehört. Sie lernten zum Beispiel, wie man einen Vogel abtastet, um einen Knochenbruch zu erkennen. Zudem halfen sie, die diesjährige Patientenstatistik zu aktualisieren.  

Am Zukunftstag haben schweizweit Schüler und Schülerinnen der 5. bis 7. Klasse (ca. 10 bis 13 Jahren alt) die Gelegenheit, einen Einblick in die Berufswelt zu gewinnen. Fünf Jugendliche verbrachten in diesem Jahr ihren Zukunftstag in der Greifvogelstation Berg am Irchel. Drei davon standen uns Red und Antwort.

(Redaktion) Wieso habt Ihr Euch für einen Besuch in der Greifvogelstation entschieden?
(Jenny)  Greifvögel sind meine Lieblingstiere. Ich finde es schön, wenn man sie pflegen und aus der Nähe erleben kann. Steinadler, die Könige der Lüfte, wie man sie nennt, habe ich besonders gerne.
(Lukas) Auf der Greifvogelstation war ich schon mehrmals und es gefiel mir sehr gut. Ich finde alle Vogelarten spannend und war auch schon in anderen Vogelwarten wie in Sempach zu Besuch.
(Ronya) Am Zukunftstag wollte ich vor allem etwas mit Tieren machen, da ich sehr tierlieb bin. Vögel sind für mich besondere Tiere, weil sie fliegen können.

(Red.) Wieso wolltet Ihr nicht zum Arbeitsplatz eurer Eltern?
(L, stellvertretend für alle Kinder) Meine Eltern haben beide Bürojobs, die ich nicht so spannend finde.

(Red.) Welcher Teil des Tages hat Euch am besten gefallen?
(L) Als wir die Rohrweihe in der Kammer sehen konnten. Die fand ich sehr cool.
(J) Der beste Moment war, als wir in der grossen Voliere Rotmilanen und Mäusebussarden beim Fliegen zuschauen konnten. Mega spannend fand ich es, einen Mäusebussard, der gestern eingeliefert wurde, nach Knochenbrüchen abzutasten.
(R) Ich stimme den Beiden zu. Die grosse Voliere war sehr cool und das Abtasten spannend. Der kleine Sperber in der Kammer überraschte mich. Wir lernten, dass er trotz seiner geringen Grösse nicht in die grosse Voliere zu den anderen Vogelarten darf, weil er sie schwer verletzten oder töten würde.

(Red.) Wie hätte Euer Tag auf der GVS verbessert werden können?
(J) Einerseits war ich ein wenig enttäuscht, dass ich keinen lebendigen Steinadler sehen konnte. Andererseits ist es ja positiv, dass keiner hier ist, denn sonst wäre er verletzt und das will ich auch nicht.
(R) Es hätte noch mehr Spass gemacht, wären mehr Vögel da gewesen. Vielleicht hätten wir dann auch einen von Hand füttern können.

(Red.) Habt Ihr heute etwas Neues gelernt?
(R) Ich weiss jetzt definitiv viel mehr über Greifvögel als am Anfang vom Tag. So zum Beispiel kann ich einen Rotmilan in der Luft erkennen. Geblieben ist mir noch, dass es sowohl einen Rot- als auch einen Schwarzmilan gibt, dass es eine tagaktive Eule gibt (Anm. d Red.: den Sperlingskauz) und dass die Greifvogelstation Habichtskäuze für Österreich züchtet.
(J) Jetzt weiss ich das Vorgehen, wenn ein verletzter Patient in die Station gebracht wird.

(Red.) Interessiert Ihr Euch für Natur- und Artenschutz?
(L) Ich setzte mich für Tiere und die Natur ein und bin sehr gerne und sehr oft draussen.
(R) Auch ich verbringe viel Zeit draussen in der freien Natur und interessiere mich sehr für Tiere.
(J) Ja, auf jeden Fall! Insbesondere interessiere ich mich für Greifvögel und Schlangen. Generell finde ich es wichtig, dass man der Natur Sorge trägt und Lösungen findet, um alles im Gleichgewicht zu behalten.

(Red.) Möchtet Ihr in der Zukunft einen Beruf in diesem Bereich ausüben?
(J) Ich möchte den Beruf der Falknerin lernen. Wenn ich die Bewilligung dazu habe, fange ich mit einem kleinen Falken an und sammle immer mehr Erfahrung, bis ich einen Steinadler halten kann.
(L) Ich könnte mir vorstellen, Ornithologe zu werden. Ich bin mir aber noch nicht sicher.
(R) Einen Beruf, in dem man mit Tieren zu tun hat, würde mir sehr gut gefallen, womöglich etwas in Richtung Tierrettung.

(Red.) Als abschliessende Frage: Welchen Greifvogel mögt Ihr am meisten?
(R) Ich kann keinen einzelnen auswählen. Mäusebussard, Rotmilan, Habicht und die Schwalbe, obwohl kein Greifvogel, gefallen mir alle gleich gut.
(J) Wie schon erwähnt, der Steinadler. Aber auch Rotmilane und Mäusebussarde finde ich cool.
(L) Der Mäusebussard. Ich durfte eben einen freilassen.

Vielen Dank an Jenny, Lukas und Ronya für ihr Engagement. Es bereitet uns viel Freude, in Kindern ein Interesse an Natur- und Artenschutz zu wecken.

> Besuchen Sie die Greifvogelstation und erfahren mehr über unsere heimischen Greifvögel und Eulen.
> Übernehmen Sie wie Lukas eine Patenschaft für einen Greifvogel oder eine Eule.