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ELISABETH IM WIENERWALD Stoisch erträgt das Küken die Beringung. Full view

ELISABETH IM WIENERWALD

Rund drei Monate verbringt das Habichtskauzküken bei uns in der Greifvogelstation Berg am Irchel. Es schlüpfte im Niststamm, es wurde mit Fressen versorgt, unternahm die ersten Flugversuche und musste eine kurze Untersuchung über sich ergehen lassen. Bald müssen wir Abschied nehmen.

Ende Juni ist es voraussichtlich so weit. Der Nachwuchs aus eigener Zucht wird zur Auswilderung nach Österreich geflogen. Dort verbringt er zuerst einige Wochen in einem isolierten Gehege mitten in seinem neuen Lebensraum. Nach dieser Eingewöhnungsphase wird das Gehege geöffnet und das Kleine wird in die Freiheit in den Wienerwald entlassen.

Bis die Küken jeweils transportbereit sind, lassen wir sie möglichst in Ruhe. Mithilfe der Nestkameras können wir das Gelege beobachten. Nur einmal, Anfang Juni, haben wir das Kleine für einige kurze Aktionen aus der Voliere geholt: Es wurde gewogen, wir haben seine Flügel gemessen und haben eine Feder gezogen, um damit das Geschlecht zu bestimmen. Bis zum Transport an den Ort der Freilassung wird das Küken nun, wenn möglich, nicht mehr gestört.

Ende März legte das Zuchtpaar «Sidra» und «Strixi» drei Eier. Rund einen Monat später entdeckten wir mithilfe der Nestkamera, dass nur aus einem der Eier ein Küken geschlüpft war. Dieses eine Küken entwickelte sich bis zum heutigen Tag prächtig. Mitte Mai zeigte sich das Küken zum ersten Mal am Rand seiner Nisthöhle. Nur einen Tag später wagte es sich bereits heraus und es versuchte, zum ersten Mal zu fliegen.

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