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EXOT IN PFLEGE Exot: Der Wüstenbussard wird auch Harris Hawk genannt. Full view

EXOT IN PFLEGE

Ein Wüstenbussard sitzt aktuell in der Flugkammer der Greifvogelstation Berg am Irchel. Ein Greifvogel, der in der Schweiz nicht heimisch ist. Das Lederband an seinen Füssen zeigt auch: Er ist kein wilder Vogel.

Der Wüstenbussard – auch «Harris Hawk» genannt – wurde bei Marthalen gefunden. Wir nehmen an, dass er aus Deutschland stammt, wo er einem deutschen Falkner gehörte, der ihn ausgesetzt hat oder dem er entflogen ist. Der habichtartige Vogel, der jedoch eher einem Bussard ähnelt, war in schlechtem Zustand und ausgehungert. Auf dem amerikanischen Kontinent heimisch, ist der Wüstenbussard ein geschickter Jäger, der – anders als alle anderen Greifvögel – in Gruppen jagt. In der Haltung lernen die Vögel aber nie, selbstständig zu überleben. Der exotische Vogel hatte also Glück, dass er in die Greifvogelstation gebracht wurde.

Greifvogelhaltung ist in der Schweiz genehmigungspflichtig. Der Halter muss eine Fachkundeausbildung (Theoriekurs und Praktikum) nachweisen. Auch für die Gehege gibt es strenge Vorschriften. Angehende Falkner benötigen zusätzlich noch eine Jagd- und anschliessend eine Falknerausbildung. Der Leiter der Greifvogelstation, Andi Lischke, sucht nun so einen fürsorglichen, erfahrenen Falkner, der sich dem Wüstenbussard annimmt und ihn artgerecht hält. Bis dahin wird er in der Greifvogelstation gestärkt und versorgt.

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