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FALKENVERGIFTER VERURTEILT Wandefalke (Bild: www.michelphotography.ch) Full view

FALKENVERGIFTER VERURTEILT

Der Taubenzüchter, der vergangenen August verhaftet wurde, weil er mutmasslich einen Habicht vergiftet hatte, musste sich heute vor Gericht verantworten. Er wurde schuldig befunden und zu 11 Monaten bedingt und 4000 Franken Busse verurteilt.

Der Taubenzüchter, der nachweislich mit einer vergifteten Taube einen Habicht getötet hatte, gestand bereits im August seine Tat. Er sass damals 42 Tage in Untersuchungshaft und musste sich heute vor dem Bezirksgericht Dielsdorf verantworten.

Vieles wies schon früher darauf hin, dass einige Taubenzüchter stark giftiges Pflanzenschutzmittel auf ihre sogenannten «Kamikaze-Tauben» streichen, weil sie durch die geschickten Jäger um ihre Tauben fürchten. Jetzt herrscht Klarheit: Der Mann, der gestern vor Gericht stand, ist Taubenzüchter. Er hatte illegal ein hochgefährliches Nervengift beschafft, das selbst für Menschen gefährlich sein könnte. Er bestrich eine seiner Tauben im Nackenbereich mit dem Nervengift und hoffte, dass ein Wanderfalke diese schlagen würde. Greifvögel, die solche «Kamikaze-Tauben» fangen, verenden noch während des Fressens qualvoll.

«Eine solche Handlung ist auch fahrlässig gegenüber Menschen: Ein neugieriges Kind muss dabei nur eine vergiftete Taube finden und berühren –  das Gift ist hochtoxisch und gefährlich», betont Andi Lischke, Leiter der Greifvogelstation. Er setzt sich seit Jahren mit anderen Vogelschützern gegen die Falkenvergifter ein und ist nun froh, dass nun endlich ein Zeichen gesetzt wurde.