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GREIFVÖGEL UND IHRE STELLUNG IM ÖKOSYSTEM Bei uns in der Greifvogelstation Berg am Irchel erhalten die Patienten in der Regel kein lebendes Futter. Full view

GREIFVÖGEL UND IHRE STELLUNG IM ÖKOSYSTEM

Greifvögel und Eulen sind feste Bestandteile unserer heimischen Fauna. Doch wissen Sie auch, welche Aufgabe sie in der Natur übernehmen?

Die meisten Greifvögel und Eulen in der Schweiz weisen noch einen stabilen Bestand auf. In einem Ökosystem übernehmen sie, wie jedes Lebewesen, wichtige Aufgaben, indem sie eine Stellung in der Nahrungskette einnehmen. Alle Greifvögel und Eulen sind Carnivoren. Das heisst sie ernähren sich nur fleischlich. Damit stehen sie, je nach Art und Grösse, relativ weit hinten in der Nahrungskette. Einzelne Arten wie der Mäusebussard sind Endkonsumenten, also Arten, welche andere Tierarten fressen und selbst als adulte Tiere keine oder kaum Fressfeinde haben.

Beutegreifer, wie zum Beispiel der Sperber, erlegen andere Tiere und nutzen sie dann als Nahrung. Sie zielen beim Beutefang vor allem auf Individuen ab, die krank, schwach, alt oder sehr jung und unerfahren sind. So müssen sie für den Fang weniger Energie aufbringen. Gesunde und starke Individuen sind demzufolge oft gar nicht das Ziel der Greifvögel. Durch diese selektive Vorgehensweise regulieren diese den Bestand ihrer Zielart. Sie sorgen dafür, dass die Beutetierart im Bestand gesund bleibt und nicht überhandnimmt.

Jedes einzelne Lebewesen, auch jede Eule und jeder Greifvogel übernimmt eine spezielle Aufgabe innerhalb eines Ökosystems. Das Fehlen einer einzelnen Art würde das Ökosystem empfindlich schädigen und aus der Balance bringen. Wir Menschen sind also gut beraten, wenn wir etwas für alle hiesigen Tierarten tun, sodass die Ökosysteme in diesem Land möglichst natürlich erhalten bleiben können.

> Lesen Sie den ausführlichen Artikel zu diesem Thema in der Naturzyt vom kommenden März
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