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MÄUSEBUSSARDE BEKOMMEN BESUCH VON ARTGENOSSEN Schön erkennbar: Der mittlere Greifvogel ist einer aus der Region, die beiden ässeren Mäusbussarde kommen aus Nordeuropa. Full view

MÄUSEBUSSARDE BEKOMMEN BESUCH VON ARTGENOSSEN

Der Winter bringt ein neues Phänomen in die Greifvogelstation: Nebst «Schweizer» Mäusebussarden wurden in den letzten Tagen zwei nördliche Artgenossen eingeliefert.

Mäusebussarde zeichnen sich optisch durch einen weiss-gesprenkelten Bauch und einen abgerundeten Schwanz aus. Die Herkunft des Tieres lässt sich jeweils an der Farbe seines Federnkleides erkennen. So sind die nordeuropäischen Tiere um einiges heller gezeichnet als die hier ansässigen Brutvögel.

Von Dezember bis Februar ist folgendes Phänomen beobachtbar: Bei einem harten nordeuropäischen Winter finden die Bussarde in ihrer Heimat unter der Schneedecke keine Mäuse mehr. Vom Hunger getrieben fliegen sie in Richtung Süden. Da dieses Jahr bereits Ende November etwa in Schweden sehr viel Schnee fiel, ist das momentane Auftreten in der Greifvogelstation der weitgereisten Bussarde die logische Konsequenz.

Jährlich lässt die Greifvogelstation an die 200 Patienten wieder frei – die meisten davon sind Mäusebussarde: Im Jahr 2016 genau deren 58. Dies ist nicht weiter erstaunlich, da der Bestand des Mäusebussards hierzulande erfreulich hoch ist. Wissenschaftlichen Schätzungen zu Folge sind ca. 1`200`000 dieser Greifvögel in Europa heimisch.

> Karte zur Ausbreitung von Mäusebussarden in Europa
> Arten in der Greifvogelstation