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SCHNEEOPFER WIEDER IN DER FREIHEIT Sekunden nach der Freilassung erholt sich «Balthasar» – seine Patin gab ihm den hübschen Namen – bereits auf einem nahen Baum. Full view

SCHNEEOPFER WIEDER IN DER FREIHEIT

Noch nie wurden so viele hungernde Vögel innerhalb kürzester Zeit in die Greifvogelstation eingeliefert. Auf Grund des vielen Schnees fanden sie kein Futter mehr. Ein Rotmilan-Männchen hatte Glück. Am 20. Februar konnten wir ihn wieder in die Freiheit entlassen.

Am 16.1.2021 wurde der Greifvogel sehr geschwächt, am Boden stehend gefunden. Eine aufmerksame Passantin fand das Tier und meldete ihren besorgniserregenden Fund der Tierrettung. Diese sammelte den schwer unterernährten Greifvogel ein und brachte ihn zu uns. Nach einigen Portionen Futter, vor allem Eintagsküken, erreichte das Tier ein stabiles Gewicht von 785g. Zudem wirkte der Milan wach, fit und beweglich. Sein Allgemeinzustand war so gut, dass er rund 5 Wochen nachdem er gefunden wurde, gestärkt in die Freiheit entlassen werden konnte.

Die Greifvogelstation Berg am Irchel hat in diesem Januar und Februar so viele Vögel aufgenommen wie noch nie in einem vergleichbaren Zeitraum. An die 60 Vögel wurden in der Station betreut. Die meisten von ihnen, hatten stark mit der Schneedecke zu kämpfen, die lange das Schweizer Mittelland bedeckte. Ihr Futter, meist Mäuse, hat sich nicht mehr gezeigt und dadurch litten die Greifvögel, vor allem Mäusebussarde und Turmfalken, Hunger.

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