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TRAURIGE NEUIGKEITEN AUS DEM HABICHTSKAUZ-NEST Die Elisabeth Hilti Stiftung unterstützt dieses Jahr unsere Schutzbemühungen des Habichtskauzes. Das Jungtier wurde deshalb auf den Namen Elisabeth getauft. Full view

TRAURIGE NEUIGKEITEN AUS DEM HABICHTSKAUZ-NEST

Drei Eier und eine grosse Hoffnung – Ende März legte unser Habichtskauz-Zuchtpaar drei Eier. Vor wenigen Tagen kam dann die traurige Gewissheit: Nur eines der drei Küken ist geschlüpft und hat überlebt.

Nach drei erfolgreichen Bruten hat sich dieses Jahr nur ein Küken entwickelt. In der Nestkamera konnte man nachvollziehen, dass ein weiteres zwar geschlüpft, jedoch nicht überlebensfähig war. Aus einem weiteren Ei ist nichts geschlüpft. Dem Leiter der Greifvogelstation, Andi Lischke, ist die Ursache unklar: «Ich kann leider nicht genau sagen, was dieses Jahr passiert ist, da der Blickwinkel auf die Eier der Nestkamera vom Muttertier meist verdeckt war.» Ein Anruf beim Leiter des Auswilderungsprogramms, Dr. Richard Zink, ergab, dass dies manchmal vorkomme und nicht weiter beunruhigend sei. Wir von der Greifvogelstation hoffen, dass sich das verbleibende Küken gut entwickelt, so dass es im Sommer im Wienerwald wiederangesiedelt werden kann.

Die Greifvogelstation Berg am Irchel ist seit vier Jahren Teil des Wiederansiedlungsprogramms Habichtskauz im österreichischen Wienerwald. Habichtskäuze sind nach dem Uhu die zweitgrösste Eulenart Mitteleuropas. Durch vermehrte Waldwirtschaft und Jagd schrumpfte Ihre Zahl in den letzten 100 Jahren jedoch bis zum Aussterben. Aus diesem Grund wurde in Österreich 2009 ein Wiederansiedlungsprojekt der Universität Wien gestartet. Das Ziel ist es, eine neue und überlebensfähige Population zu schaffen. Mit über 60 Bruten im Freiland und 2.82 Jungtieren pro erfolgreicher Brut scheint sich die Wiederansiedlung weiterhin positiv zu entwickeln, meint Richard Zink.

> Die Auswilderung vom letzten Jahr
> Zum Habichtskauz Wiederansiedlungsprogramm