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UNGESTILLTER WISSENSDURST Wenn es um Greifvögel geht, kann Andi Lischkes Wissensdurst nicht gestillt werden Full view

UNGESTILLTER WISSENSDURST

Die alljährliche Versammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) feierte anfangs Oktober ihre 150. Jubiläumstagung und lockte somit Wissenschaftler aus aller Welt in die deutsche Universitätsstadt Halle. Auch der Leiter unserer Greifvogelstation Andi Lischke nahm an diesem internationalen Treffen teil und brachte uns spannende Neuigkeiten mit.

Besonders interessant für uns waren die an der Jahresversammlung behandelten Greifvogelthemen, wie die Bedrohung der Greifvögel und deren Wiederansiedlung. Dabei gingen die Referentinnen und Referenten der DO-G auch auf aktuelle Problematiken im Bereich Vogel- und Naturschutz ein, wie beispielsweise dem erhöhten Kollisionsrisiko von Greifvögeln mit Windkraftanlagen. Im Rahmen einer achtjährigen Untersuchung wurde mithilfe von GPS-Tracking-Daten die Flughöhenverteilung und das Vermeidungsverhalten der Greifvögel gegenüber der Windkraftrotoren gemessen. Dabei wurde vor allem bei den in Deutschland bereits gefährdeten Greifvögeln eine erhöhte Flugaktivität auf Rotorhöhe in Nestnähe und somit ein erhöhtes Kollisionsrisiko festgestellt.

Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft ist eine wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung der Vogelkunde. Die diesjährige Jahresversammlung der DO-G vom ersten Oktoberwochenende wurde unter dem Leitthema «Ornithologie – von der Vergangenheit in die Zukunft» abgehalten. Durch ein attraktives Rahmenprogramm aus Exkursionen und wissenschaftlichen Vorträgen wurde zum einen reflektiert, was in den letzten Jahren in der Ornithologie geschehen ist, zum anderen wurden Zukunftsaussichten und derzeitige Problemlösungen thematisiert und diskutiert. Der Austausch unter den 460 teilnehmenden Fachleuten war dabei von zentraler Bedeutung und auch für unseren Leiter der Greifvogelstation Berg am Irchel eine gute Weiterbildungsmöglichkeit.

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