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ZWISCHEN EISENSKÄLTE UND NACHWUCHSFREUDEN Auch wenn er noch so schön ist – der Winter kann für die heimische Greifvögel tückisch sein. Full view

ZWISCHEN EISENSKÄLTE UND NACHWUCHSFREUDEN

Der Winter ist beinahe zu Ende, der Frühling steht vor der Tür. Der gegenwärtige Wintereinbruch brachte wieder zahlreiche gefiederte Patienten in die Station. Gleichzeitig erwacht jedoch auch der Frühling: Im Schafstall direkt neben der Station sind sechs Schleiereulen geschlüpft.

Im Winter, wenn die Böden gefroren sind und sogar noch Schnee liegt, versiegt das Nahrungsangebot der Greifvögel. Je länger ein Wintereinbruch anhält, desto prekärer wird die Situation für die Vögel. Wir spüren diese Auswirkungen in der Greifvogelstation direkt. Ausgehungerte und geschwächte Vögel werden gefunden und zu uns gebracht. Wir versuchen die Patienten aufzufüttern und sie möglichst rasch wieder in der Natur freizulassen.

Der sehr milde Januar sorgte dafür, dass das Jahr eher ruhig begann. Der Kälteeinbruch im Februar hingegen brachte zahlreiche sogenannte «Hungervögel» in die Station. Viele der eingelieferten Patienten wurden in einem kritischen Zustand zu uns gebracht. Da auch wir Menschen uns bei extremer Kälte nicht gerne draussen aufhalten, wurden die leidenden Tiere oftmals erst ziemlich oder gar zu spät gefunden. Das erneute winterliche Aufbäumen Mitte März sorgte dafür, dass an einem Wochenende wiederum einige hungernde Mäusebussarde in die Station aufgenommen wurden.

Während wir also noch mit (hoffentlich) letzten Ausläufern des Winters klarkommen, erfreuen wir uns auch schon über die ersten Frühlingsboten. Nachwuchs ist geschlüpft! Bei einer ersten Kontrolle zur Brut der Schleiereulen in unserem Nistkasten, konnten bereits sechs Küken gezählt werden.

> Die Geschichte der Schleiereulen
> Hungervögel letztes Jahr