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ZWISCHENHALT REHA - Der Leiter der Greifvogelstation Berg am Irchel, Andreas Lischke mit den Paten Peter Ott und Mirjam Bosshard am Tag der Freilassung. Full view

ZWISCHENHALT REHA

Aus dem Appenzeller Alpstein über St. Gallen ins Zürcher Weinland – und wieder zurück?

Ende März wurde ein ausgewachsener männlicher Wanderfalke aus der Vogelpflegestation St. Gallen zu uns nach Berg am Irchel gebracht. Das verletzte Tier wies eine komplizierte Schultergürtelfraktur auf, welche intensive Pflege inklusive Physiotherapie benötigte. Anfangs Juli konnte das Tier endlich wieder von der Hand in den Himmel steigen.

Der ausgewachsene Wanderfalke wurde im Appenzeller Alpstein gefunden. Da Vögel über einen ausgezeichneten Orientierungssinn verfügen, ist es möglich, dass unser ehemaliger Patient, obwohl in Berg am Irchel freigelassen, dorthin zurückkehren kann. Diese Strecke könnte er in kürzerer Zeit zurücklegen als es einem Menschen möglich wäre. Falls das Tier dort sein Brutrevier hatte, ist es sogar sehr wahrscheinlich dass er dorthin zurückkehren wird. Im Fall, dass das Männchen schon vor seinem Unfall verpaart war, kann es sein, dass dort ein Weibchen auf ihn wartet. Jedoch werden die Wanderfalken sich dieses Jahr wohl eher nicht mehr fortpflanzen.

In der Schweiz waren die Wanderfalken lange Zeit beinahe ausgerottet. Dank einem Pestizidverbot und einem gesetzlichen Schutz hat sich ihr Bestand mittlerweile etwas erholt und wird bis heute als «potentiell gefährdet» eingestuft. In der Greifvogelstation Berg am Irchel werden pro Jahr nur wenige ihrer Art behandelt. Im Jahr 2016 waren es deren drei.

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