Ein Hagelschauer mit Folgen – auch für die Greifvögel
Ein Hagelschauer mit Folgen – auch für die Greifvögel
Auch die Tierwelt wurde vom aussergewöhnlich starken Hagel getroffen. In der Greifvogelstation Berg am Irchel wurden 15 verletzte Patienten eingeliefert. Die Verletzungen sind zu einem grossen Teil auf die golfballgrossen Hagelkörner zurückzuführen. Auch Berg am Irchel blieb vom Hagel nicht verschont. Zum Glück erlitt unsere Station jedoch keinen Schaden.

Brüche, Prellungen und mehr
Ein Rotmilan mit Schnabelbruch, ein Turmfalke mit geplatztem Auge und ein Mäusebussard mit gebrochenem Bein gehörten zu den schwerverletzten Patienten. Mehrere Vögel konnten nicht mehr gerettet werden und mussten von erlöst werden.

Andere Patienten waren weniger schwer verletzt. Sie wurden durch den starken Regen durchnässt und konnten selber nicht mehr weiterfliegen. Die Vögel werden nun bei uns auf Verletzungen wie Prellungen und Blutergüsse untersucht. Wenn keine weiteren Verletzungen festgestellt werden, lassen wir sie so schnell wie möglich wieder frei.
Ein Fischadler ohne Hoffnung
Ein besonderer Patient war der Fischadler auf dem Titelbild. Diese Art war in der Schweiz ausgestorben und ist vor allem als Durchzügler anzutreffen. Der seltene Vogel hatte einen offenen Bruch des Oberarms und musste im Tierspital Zürich notoperiert werden. Leider konnte er nicht mehr gerettet werden.
Extremwetterereignisse als Herausforderung
Dass verschiedene Partner wie der Tierrettungsdienst des Tierheims Pfötli und das Tierspital Zürich durch die vielen verletzten Tiere stark gefordert waren, stellte eine besondere Herausforderung dar. Solche Ereignisse könnten auch in Zukunft eine grosse Belastung darstellen, da extreme Wetterereignisse aufgrund der Klimakrise möglicherweise häufiger auftreten werden.