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ÄHNLICH ABER TROTZDEM UNTERSCHIEDLICH: WALDOHREULE UND WALDKAUZ Von links nach rechts: Waldkauz und Waldohreule, beide in einem Alter von mehreren Wochen. Full view

ÄHNLICH ABER TROTZDEM UNTERSCHIEDLICH: WALDOHREULE UND WALDKAUZ

Waldohreule und Waldkauz: Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Eulenarten?

In der Regel werden mehr Waldkäuze als Waldohreulen in die Greifvogelstation eingeliefert. Im vergangenen Jahr waren es 13 Käuze und sechs Waldohreulen. Dieses Jahr hingegen häufen sich die «euligen» Neuzugänge bereits im Mai. So haben wir zurzeit sieben Waldohreulen und fünf Waldkäuze in Behandlung und zur Pflege. Wir nehmen dies zum Anlass, Ihnen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Eulenarten zu erklären.

Waldkäuze sind die häufigsten Eulen der Schweiz. Von ihnen leben bis zu 8000 Paare im Land. Aufmerksame Beobachter können sie etwa tagsüber vor ihren Baumhohlen im Wald sitzen sehen oder Anfangs Jahr nach Einbruch der Dunkelheit pfeifen hören. Waldkäuze sind äusserlich gut von den Waldohreulen zu unterscheiden. Waldohreulen erkennt man an ihren Federohren. Der Name dieser Federn ist etwas irreführend, denn es hat eigentlich nichts mit Ohren zu tun, sondern es handelt sich tatsächlich nur um Federn.

Waldohreulen sind zudem im Durchschnitt etwas kleiner als ihre kauzige Vergleichsart. Zudem ist ihr Bestand mit maximal 3000 Paaren deutlich kleiner. Die Lebensweise der beiden Arten unterscheidet sich nicht gross, beide sind nachtaktiv, leben vorwiegend in Wäldern, bleiben häufig auch im Winter in der Schweiz und bevorzugen Kleinsäuger wie Mäuse und kleine Vögel als Nahrung. Waldkäuze kann man zum Teil auch in Siedlungen antreffen, wo sie auch an Gebäuden nisten. Waldohreulen hingegen bevorzugen, wie es ihr Name schon sagt, den Wald als ihr Zuhause. Zudem sind diese eher noch versucht, ihren Standort im Winter in leicht wärmere Gebiete zu verlegen.

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