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AUFWACHSEN IN DER GREIFVOGELSTATION Ein kleiner, flaumiger Mäusebussard, gefunden am Boden in der Nähe von Frauenfeld. Full view

AUFWACHSEN IN DER GREIFVOGELSTATION

Sie sind wenige Tage bis wenige Wochen alt und aus dem Nest gefallen: Kleine Taggreifen-Küken finden in der Greifvogelstation Zuflucht.

Vor einigen Wochen haben wir über Eulenküken informiert, die, meist fälschlicherweise, bei uns in der Station landen. Hier päppeln wir sie auf und ziehen sie gross. Fälschlicherweise deshalb, da die jungen Eulen auch ausserhalb ihres Nestes überlebensfähig wären, da sie von den Eltern versorgt werden. Im Gegensatz dazu sind aktuell die Küken der Taggreife (= Milane, Falken, Bussarde) tatsächlich auf unsere Hilfe angewiesen. Von Übermut getrieben, wegen mangelnder Nahrung oder von Artgenossen aus dem Nest gestossen, landen sie schutzlos auf dem Boden. Die Kleinen werden von Fussgängerinnen und Joggern, Waldarbeitern oder Hundebesitzerinnen gefunden, aufgelesen und zu uns gebracht.

Doch, wie unterscheidet man die Tag- von den Nachgreifen und weiss damit, welchen Küken man helfen soll? Im Erwachsenen-Alter ist diese Unterscheidung tatsächlich ziemlich einfach. Eine Eule von einem Bussard zu unterscheiden, gelingt selbst Laien problemlos. Im Kükenalter kann diese Unterscheidung jedoch recht schwierig sein. Mit ein wenig Artenkenntnis kann man sie jedoch an der Kopfform, den Augen und der Fiederung der Füsse unterscheiden. Zur Zeit sind in der Greifvogelstation 16 Taggreifen-Küken in Pflege. Wir ziehen sie gross und lassen sie im Alter von zwei Monaten wieder frei.

> Eulenküken: Nicht immer in Not 
> Blog-Beitrag Eulenküken