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DIE VERMEINTLICHE VERDRÄNGUNG DER MÄUSEBUSSARDE Rotmilan oder Mäusebussard? Die Auflösung finden Sie am Ende dieses Textes. Full view

DIE VERMEINTLICHE VERDRÄNGUNG DER MÄUSEBUSSARDE

Verdrängen die hiesigen Rotmilane die Mäusebussarde? Dieser Frage gehen wir hier auf den Grund.

Immer wieder flattern uns Fragen rund im die Greifvögel und Eulen in der Schweiz ins Haus. In der letzten Zeit vermehrt mit folgenden Bedenken: «Die Rotmilane vertreiben die Mäusebussarde». Oder: «Früher gab es viel mehr Mäusebussarde!». Beide Befürchtungen können entkräftet werden.

Tatsache ist, dass Mäusebussarde die viel scheueren Tiere sind als die Rotmilane. In den Siedlungsgebieten kann man deshalb öfters Rotmilane beobachten. Futterstellen, welche in der Nähe von Siedlungsgebieten aufgestellt werden, werden deshalb eher von Rotmilanen besucht. Durch die Fütterung sehen die Rotmilane übrigens keinen Grund, um im Winter wegzuziehen. In der Schweiz hat sich deshalb eine Population Rotmilane gebildet, welche nicht zieht. Ein weiterer Grund dafür, dass man eher Rotmilane beobachtet, ist das Sozialverhalten der beiden Greifvögel. Man sieht öfters mehrere Rotmilane auf einem Baum sitzen, während die Mäusebussarde eher alleine unterwegs sind.

Doch der Schein trügt. Schweizweiz gibt es um ein zehnfaches mehr Mäusebussarde. Mäusebussarde zählen ca. 25`000 Paare und Rotmilane sind nur an die 1500 an der Zahl. Der Lebensraum der Mäusebussarde liegt jedoch fernab vom Mensch. Sie bevorzugen weitläufige Felder als Wohnort.

Im Übrigen: Der oben abgebildete Vogel ist ein Rotmilan. Nicht weiter erstaunlich, wenn man bedenkt, dass dieses Foto über einem Weiler im Siedlungsgebiet aufgenommen wurde.

> Rotmilanzählung 2015 (die aktuellen Zahlen von diesem Jahr werden in den kommenden Tagen erwartet)
> Der Mäusebussard in der Schweiz