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HUNGER IM WINTER Patienten wie dieser Mäusebussard sind typisch für den Winter. Full view

HUNGER IM WINTER

Klirrende Kälte und bleibende Schneedecken: Der Winter ist für die Vögel eine besondere Herausforderung. Auch die Greifvögel leiden. In den letzten Tagen wurden gleich 14 hungernde Mäusebussarde eingeliefert.

Sagt der Wetterbericht für ein paar aufeinander folgende Tage Schnee im Flachland an, so bereiten sich die Mitarbeitenden der Greifvogelstation auf besonders viel Arbeit vor. Liegt mehr als zwei bis drei Tage Schnee auf den Feldern, so schwindet das Nahrungsangebot der Greifvögel. Als Folge davon werden im Winter jeweils zahlreiche Greifvögel in die Station gebracht; die meisten sind durch den Hunger stark abgemagert und geschwächt. Durch die schlechte Form sind sie zudem oftmals in Zusammenstösse und Unfälle verwickelt.

Die Art, welche am meisten unter dem Winter leidet, ist der Mäusebussard. Er ernährt sich in allererster Linie von Mäusen. Diese wiederum mögen den Schnee nicht und bleiben unter diesem versteckt.  Auch Rotmilane  leiden unter schneereichen Wintern. Da sie sich jedoch eher in Siedlungsgebiete trauen, sind sie oft Nutzniesser von Fütterungen durch die Bevölkerung.

Greifvögel, welche eher aktiv kleinere Vögel jagen, sind von den Auswirkungen des Winters nicht negativ betroffen. Viel eher profitieren sie davon, dass ihre Beute eher unterernährt und damit schwach ist. Dazu gehören Arten wie der Habicht oder der Sperber.

Greifvögel zu füttern ist jedoch nicht ohne weiteres möglich. Wer hungrige Greifvögel füttern will, muss dabei einiges beachten. Die Vogelwarte hat dazu ein Merkblatt erstellt.
> Merkblatt zur Vogelfütterung