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STEINKAUZ Es ist nicht weiter erstaunlich, dass in der Greifvogelstation noch nie ein Steinkauz gepflegt werden musste, denn die Eulen sind in der Region ausgestorben. Full view

STEINKAUZ

Klein, putzig und stark gefährdet: Der Steinkauz ist die wohl am stärksten geförderte Eulenart der Schweiz.
Seit der Jahrtausendwende wird der Steinkauz durch Artenschutzprogramme stark gefördert. Damals stellte man fest, dass nur noch alarmierende 50–60 Reviere in der Schweiz existierten. Dank intensiver Artenförderung konnte der Bestand auf über 140 Reviere (im Jahr 2018) gesteigert werden.

Einst erstreckte sich das Siedlungsgebiet des Kauzes über die ganze Schweiz. In unmittelbarer Nähe  des Menschen, lebte er oft in Scheunen und Ruinen. Als Lebensraum benötigt der Steinkauz strukturreiche Kulturlandschaften mit Hochstamm-Obstgärten. Diese sind jedoch immer rarer geworden. In der Schweiz findet er noch im Tessin, im Jura, im Kanton Genf und im Grenzgebiet zwischen Bern und Fribourg Plätze, zum Leben. Im Dreiländereck findet zudem das «Trinationale BirdLife-Programm Steinkauz und Obstwiesen» statt, mit dem Ziel, die Art aus dem grenznahen Deutschland und Frankreich wieder in der Schweiz anzusiedeln.

Wir hoffen, dass sich der Bestand des Steinkauzes weiterhin erholt und er auch hierzulande, wie in den übrigen Teilen Europas, bald nicht mehr als «stark gefährdet» gelistet werden muss. Doch bis dahin, ist noch einiges zu tun…

> Trinationales Programm Steinkauz und Obstwiesen 
> Arten in der Greifvogelstation