Unterwegs mit den Habichtskäuzen

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Greifvögel Schweiz
Der diesjährige Nachwuchs unseres Habichtskauz-Zuchtpaares Strixi und Sidra wird im Rahmen des Projekts «Habichtskauz Wiederansiedlung» in Österreich ausgewildert. Ende März in der Greifvogelstation Berg am Irchel geschlüpft, war Mitte Juli der grosse Tag da: Marta, Fritz und James werden für ihren Transport nach Wien vorbereitet und fliegen in ihre neue Heimat.

Marta, Fritz und James heissen die diesjährigen Jungtiere, die in der Greifvogelstation Berg am Irchel geschlüpft und aufgewachsen sind. Die Hilti Family Foundation Liechtenstein leistete den nötigen finanziellen Beitrag für die Aufzucht der Habichtskäuze im Jahr 2022 und gab den Dreien ihren Namen.

Am Tag vor dem Transport nach Österreich hat Andi Lischke, Leiter der Greifvogelstation, die drei jungen Habichtskäuze aus der Habichtskauzvoliere geholt, um sie zu wiegen, die Flügellänge zu messen und sie zu beringen. Ihre letzte Nacht verbrachten die drei in einer unserer Flugkammern.

Am nächsten Morgen geht es erst richtig los: Die Habichtskäuze verlassen mit Praktikant Léo Vogel und Andi Lischke die Greifvogelstation. Die Jungtiere befinden sich in einer Kartonschachtel innerhalb einer Transportbox . So kann sichergestellt werden, dass sie sich nicht verletzen und sicher transportiert werden können.

Die erste Etappe erfolgt mit dem Auto von Berg am Irchel bis zum Flughafen Zürich. Damit die Reise möglichst kurz ist und damit der Stress für die Habichtskäuze so gering wie möglich ist, wird die Strecke nach Wien mit dem Flugzeug zurückgelegt. Dies ist möglich dank einem treuen Freund der Greifvogelstation, der seine Flüge als Privatpilot jeweils so plant, dass er das Greifvogelstations-Team und die Habichtskäuze nach Wien mitnehmen kann.

Ankunft am Flughafen: Auch die Habichtskäuze müssen durch die Sicherheitskontrolle!

Die nächste Etappe wird mit einem Flugzeug zurückgelegt.

Die Habichtskäuze werden direkt im Passagierraum des Flugzeugs transportiert, sodass ihr Befinden jederzeit überprüft werden kann.

Tschüss Schweiz!

Für das Greifvogelstations-Team ist der Flug ein deutlich grösserer Genuss als für die Habichtskäuze: Praktikantin Dominique Candrian geniesst die eindrückliche Landschaft von oben.

Servus Wien!

Am Flughafen Wien werden die drei Habichtskäuze von Dr. Richard Zink, Projektleiter Habichtskauz Wiederansiedlung, und einem Tierarzt in Empfang genommen.

Dr. Richard Zink freut sich mit uns über den erfolgreichen Habichtskauz-Nachwuchs aus Berg am Irchel. Dies ist in diesem Jahr ganz besonders erfreulich, da den meisten anderen Zuchtstationen in diesem Jahr kein Zucht-Erfolg vergönnt war. Auch in der freien Natur wurden in diesem Jahr nur wenige erfolgreiche Bruten gezählt. Warum das so ist, ist noch nicht klar.

Für das Team der Greifvogelstation bedeutet es, nun Abschied zu nehmen und den Rückweg in die Schweiz anzutreten. Doch für die Habichtskäuze geht die Reise weiter. Für ihre letzte Etappe werden sie in andere Transportboxen umgesiedelt. Mit dem Auto geht es bis zu ihrem Freilassungsort. Dort werden sie in einer Voliere im Wald an ihre neue Umgebung gewöhnt. In wenigen Tagen wird sich die Tür öffnen und wenn sich Marta, Fritz, und James bereit fühlen, werden sie davonfliegen und ihr neues Gebiet erkunden. Wir freuen uns, einen Beitrag zur Habichtskauz Wiederansiedlung leisten zu können!

Herzlichen Dank an die Hilti Family Foundation Liechtenstein für die finanzielle Unterstützung dieses Projekts und an Thomas Manser für den tierschonenden Transport.

Meine Spende für verletzte Greifvögel und Eulen
Mit Ihrer Unterstützung können wir uns langfristig für den Schutz der Greifvögel und Eulen einsetzen.
Freibetrag CHF
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