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Greifvogelarten in der Greifvogelstation

Patienten im Jahr 2016

Bei Greifvögeln wird zwischen Tag- und Nachtgreifen unterschieden. Dafür benutzen wir meist jedoch die Begriffe «Greifvögel» und «Eulen». In der Schweiz sind neun Greifvogel- und acht Eulenarten heimisch, während fast alle davon auf der Roten Liste stehen und geschützt sind. In der Greifvogelstation sind Mäusebussard, Turmfalke und Rotmilan die häufigsten Patienten.

Greifvögel und Eulen der Schweiz: Arteninfos

Mäusebussard
Buteo buteo

Die grosse Silhouette erkennt man gut am Himmel: Der Mäusebussard hat abgerundete Schwanzfedern und sein miauender Ruf hört man schon von weitem. Meistens werden diese Vögel geschwächt und hungernd oder mit Knochenbrüchen eingeliefert.

Turmfalke
Falco tinnuculus

Diese Falkenart ist für den sogenannten «Rüttelflug» bekannt: So verharrt er mitflug in der Luft, bevor er auf seine Beute niederschiesst. Die meisten Turmfalken-Patienten sind aus dme Nest gefallene Jungtiere im Frühling.

Rotmilan
Milvus milvus

Den drittgrösste Greifvogel der Schweiz erkennt man leicht an seinem Gabelschwanz und den schmalen Flügeln mit den weissen Flächen an der Unterseite. Viele Rotmilane leiden an Knochenbrüchen, wenn sie in die Greifvogelstation eingeliefert werden.

Waldkauz
Strix aluco

Der nachtaktive, braun-rot gefiederte Kauz ist die häufigste Eulenart der Schweiz. Er lebt nicht nur in Wäldern, sondern auch in Stadtpärken in der Nähe von Menschen. Oft sind es Ästlinge, die in die Greifvogelstation gebracht werden, aber auch solche Käuze mit Unfallverletzungen.

Sperber
Accipiter nisus

Der schnelle Vogel schiesst in einen Schwarm von Singvögeln, greift sich seine Beute und ist sofort wieder verschwunden. Ein wahrer Jäger! Es passiert deshalb nicht selten, dass ein Sperber nach einem solchen Angriff verletzt in die Greifvogelstation gebracht werden muss.

Schleiereule

Schleiereule
Tyto alba

Lautlos fliegt die beige-weisse Eule durch die Nacht. Ihr Fauchen und das weisse, herzförmige Gesicht gibt ihr dabei etwas gespenstiges. Wir ziehen in guten Mäusejahren einige junge Schleiereulen bei uns auf.

Schwarzmilan
Milvus migrans

Im Gegensatz zum Rotmilan zieht er im Winter in wärmere Gebiete und sucht seine Beute in Wassernähe. Sein Schwanz ist weniger gegabelt – ansonsten sieht er seinen Verwandten sehr ähnlich.

Baumfalke
Falco subbuteo

Elegant und sichelförmig erinnert dieser Jäger an einen Mauersegler. Rasant stürzt er auf seine Beute, die er meist gleich im Flug frisst. Wir nehmen selten mehr als einen Baumfalken pro Jahr in der Greifvogelstation auf.

Wanderfalke
Falco peregrinus

Dieser Falke ist ein unfassbar schneller Jäger mit prächtigem Gefieder – doch ebenso sensibel und empfindlich gegen Pestizide und andere Gifte, die ihn an den Rand der Ausrottung trieben. Auch heute nehmen wir noch ab und zu einen Wanderfalken mit Vergiftungssymptomen bei uns auf.

Sumpfohreule
Asio flammeus

Diese Eule ist zum Teil tagaktiv. Durch ihre gute Tarnung ist sie aber auch tagsüber nur schwierig zu entdecken, wenn sie auf dem Boden sitzt.

Waldohreule
Asio otus

Ihr Gefieder verschmilzt förmlich mit der Baumrinde, vor der sie sitzt – eine perfekte Tarnung. Die namensgebenden Ohren sind aber lediglich verlängerte Kopffedern.

Habicht
Accipiter gentilis

Flach fliegt der starke Jäger über Felder und Baumkronen und nutzt dabei jede Deckungsmöglichkeit, um seine Beute zu überraschen. Habichte leiden meist unter Knochenbrüchen oder müssen aus Hühnergehegen gerettet werden.

Steinadler
Aquila chrysaetos

Er ist mit seinen über zwei Metern Flügelspannweite der «König der Lüfte». Er wurde als grosser Beutejäger fast ausgerottet – Jetzt ist der Bestand in de Alpen wieder stabil. Die Greifvogelstation hatte auch schon einen Steinadler mit Bleivergiftung gesund gepflegt.

Uhu
Bubo bubo

Diese grosse Eulenart ist in der Schweiz stark gefährdet. Und dies, obwohl sie eigentlich sehr anspruchslos ist, was ihr Revier angeht, solange es genug Beutetiere gibt.