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NACH DEN JUNGEULEN KOMMEN DIE JUNGFALKEN Alarmiert blickt der junge Turmfalke in Richtung Fotograf. Full view

NACH DEN JUNGEULEN KOMMEN DIE JUNGFALKEN

Der häufigste Falke der Schweiz, der Turmfalke, kommt beim Brüten in Bedrängnis. Da er sich nahe beim Menschen ansiedelt, sind seine Brutplätze nicht immer optimal geschützt. Seine Nistplatzwahl kann einige Gefahren bergen.  

Gerade die Turmfalken wagen sich immer mehr in die Nähe von Städten und Dörfern und brüten mittlerweile mitten unter uns. Als Felsenbrüter bevorzugen sie hohe Gebäude wie z.B. Kirchentürme. Ab Mitte April beginnt jeweils die Brut der Turmfalken und Mitte Mai schlüpfen die ersten Jungtiere.

Wie auch bei anderen Greifvogelarten bekannt, übernehmen anfangs ausschliesslich die Männchen die Nahrungssuche. Verunglückt das Männchen dabei, verlässt das Weibchen die Brut nach einiger Zeit, um selbst nicht zu verhungern. Damit überlässt sie die Brut sich selbst. In diesem Fall verhungern oder erfrieren die noch hilfsbedürftigen Küken ohne menschliche Hilfe. Zudem bevorzugen es die Falken bevorzugen, im Stein zu nisten. Oftmals wird der Stein zur warmen Jahreszeit durch die Sonne erhitzt und im Nest wird es heiss – zu heiss. Um der Hitze Abhilfe zu schaffen, drücken die hinteren Küken die vorderen oftmals  aus dem Nest. Auch Futtermangel kann zu einem Gerangel zwischen den Nestlingen und damit zum (versehentlichen) Absturz oder zum Sprung führen.

Sind die Küken unverletzt und das Nest gut erreichbar, können die gestürzten Jungtiere wieder ins Nest zurückgesetzt werden. Ist dies nicht mehr möglich, kann man die Jungtiere zu uns in die Greifvogelstation Berg am Irchel bringen, wo sie fachgerecht versorgt und später wieder in die Freiheit entlassen werden.

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